Regenbogenserie – Stoßgebete: Kleine Gebete, wenn die Worte fehlen

Es gibt Augenblicke, in denen uns die Worte fehlen. Wir möchten beten, Gott unsere Sorgen anvertrauen, ihn um Hilfe bitten oder einfach nur fragen, ob er uns überhaupt noch hört. Doch manchmal ist selbst das schwer.

Wie die Stoßgebetkarten entstanden sind

Am Anfang dieser Kartenreihe stand meine eigene Trauer. Ich habe erlebt, wie schwer es sein kann, Gefühle in Worte zu fassen – besonders dann, wenn Schmerz, Sorgen und Verzweiflung den Alltag bestimmen.

Dabei kam mir ein Gedanke: Geht es anderen Menschen nicht genauso?

Vielleicht brauchen wir in solchen Momenten keine langen Gebete, keine wohlmeinenden Ratschläge und auch niemanden, der uns erklärt, dass alles wieder gut wird.

Vielleicht brauchen wir einfach nur ein paar Worte, mit denen wir uns an Gott wenden können.

Aus diesem Gedanken entstand die erste Themenreihe meiner Regenbogenserie: zwölf Stoßgebetkarten, die Menschen in schwierigen Lebenssituationen begleiten sollen.

Der Spatz – ein Spiegel unserer eigenen Gefühle

Eine besondere Rolle in dieser Kartenreihe spielt ein kleiner Spatz.

Er ist nicht einfach eine niedliche Illustration, die eine Grußkarte schmückt. Er steht sinnbildlich für uns Menschen.

Mal wirkt er hilflos, mal erschöpft oder verzweifelt. Er sucht Schutz, gerät in Bedrängnis oder findet sich in einer ausweglos erscheinenden Situation wieder.

So sitzt ein Spatz zwischen den Fangblättern einer Venusfliegenfalle. Ein anderer befindet sich über einem tiefen Abgrund, während sich ihm eine auffangende Hand entgegenstreckt. Wieder ein anderer wird von schützenden Händen in einem Kristallherz gehalten.

Diese Bilder erzählen nicht einfach kleine Vogelgeschichten. Sie greifen Erfahrungen auf, die uns Menschen vertraut sind: Angst, Schuldgefühle, Ohnmacht, Trauer und die Sehnsucht nach Gottes Nähe.

Dabei ist die Bedeutung einer Karte nicht auf eine bestimmte Situation festgelegt. Jeder Mensch bringt seine eigene Geschichte mit und entdeckt vielleicht gerade deshalb etwas ganz anderes in einem Motiv.

Das Wichtigste sind die Stoßgebete

Die Bilder allein machen diese Karten noch nicht zu dem, was sie sein sollen.

Im Mittelpunkt steht immer das Stoßgebet.

„Herr, sei mir gnädig – hilf mir!“

„Herr, halte mich, denn ich bin Dein!“

„Herr, mein Gott, mein Vater im Himmel, bist DU da?“

Es sind kurze, unmittelbare Gebete. Sie brauchen keine langen Erklärungen und keine besonders schönen Formulierungen. Sie dürfen auch Zweifel, Hilflosigkeit oder Verzweiflung ausdrücken.

Diese Worte sind bewusst so gewählt, dass derjenige, der die Karte betrachtet, sie selbst beten kann.

Wer eine Stoßgebetkarte verschenkt, übermittelt also nicht einfach einen geschriebenen Trostgruß. Er gibt dem anderen ein Gebet mit auf den Weg, das dieser zu seinem eigenen machen kann.

Und manchmal ist das vielleicht wertvoller als viele gut gemeinte Worte.

Warum Regenbogen, Kristallherz und Spatz zusammengehören

Der Regenbogen bildet das verbindende Element der gesamten Regenbogenserie. Er erinnert an den Bund, den Gott mit uns Menschen geschlossen hat, und an seine Treue.

Als optischer Untergrund dient ein Aquarellblock, dessen charakteristische Papierstruktur den Karten eine besondere Wirkung verleiht. Darauf verbinden sich die unterschiedlichen Bildelemente zu eigenständigen digitalen Kompositionen.

Dazu bildet der kleine Spatz in seiner Schwarz-Weiß-Bleistiftoptik einen bewussten Gegensatz.

Das rote, facettierte Kristallherz steht für Gottes Liebe, die auch dort nicht aufhört, wo wir sie vielleicht gerade nicht spüren können. In manchen Motiven treten schützende oder rettende Hände hinzu.

Ob Muschel, Dornen, Blüten, Abgrund oder Kristallherz: Die einzelnen Bildkompositionen unterscheiden sich deutlich voneinander. Die wiederkehrenden Gestaltungselemente schaffen dennoch eine erkennbare Verbindung.

Entscheidend ist dabei immer das Zusammenspiel zwischen Bild und Gebet. Die Zeichnung macht einen Gedanken sichtbar, während das Stoßgebet ihm Worte gibt.

Nicht nur für Menschen, die trauern

Obwohl meine persönliche Trauer den Anstoß zu dieser Kartenreihe gegeben hat, möchte ich sie nicht ausschließlich auf den Verlust eines geliebten Menschen beschränken.

Auch Krankheit, Einsamkeit, Schuldgefühle, Ängste oder andere schwere Lebensumstände können uns an Grenzen bringen.

Und nicht immer finden wir einen Menschen, dem wir alles erzählen können oder möchten.

Ein Stoßgebet braucht keine Zuhörer außer Gott.

Die Karten sollen deshalb keine bestimmten Gefühle vorgeben und auch keine fertigen Antworten liefern. Sie bieten vielmehr die Möglichkeit, für einen Augenblick innezuhalten und mit wenigen Worten das auszusprechen, was uns gerade bewegt.

Eine Karte verschenken oder selbst behalten

Manchmal möchten wir jemandem zeigen, dass wir an ihn denken, wissen aber nicht, was wir schreiben sollen.

Eine Stoßgebetkarte kann dann ein sehr persönliches Zeichen der Anteilnahme sein. Sie lässt dem Beschenkten Raum für seine eigenen Gedanken und seinen eigenen Glauben.

Ebenso kann man eine dieser Karten für sich selbst auswählen.

Vielleicht findet sie ihren Platz auf dem Schreibtisch, am Nachttisch oder in einem Bilderrahmen. Dort kann sie uns immer wieder an ein Gebet erinnern, das uns besonders wichtig geworden ist.

Die Stoßgebetkarten der Regenbogenserie entdecken

Die Karten werden als Postkarten und Grußkarten über unseren Redbubble-Shop DesignMichaelis angeboten.

Dort können die verfügbaren Motive angesehen und direkt bestellt werden.

Ein kleiner Gedanke zum Schluss

Wir können nicht jede Sorge nehmen, nicht jeden Schmerz lindern und nicht auf jede Frage eine Antwort finden.

Aber manchmal können wir einem Menschen etwas mitgeben, das ihn durch einen schweren Tag begleitet.

Ein Bild. Ein Gebet. Ein kleines Stück Hoffnung.

Dafür entstehen die Stoßgebetkarten als Teil unserer Regenbogenserie von DesignMichaelis.

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